Anregungen / Fragen

Worm-up-Workshop HBS Promotionskolleg MARGIN

Am 25. und 26. Februar fand in den Räumlichkeiten der Technischen Hochschule der „Warm-up Workshop“ des geplanten Promotionskollegs „Die Vertretung marginalisierter Interessen im Wohlfahrtsstaat – MARGIN“ statt. Insgesamt nahmen 41 Interessierte aus ganz Deutschland an dem Workshop teil.

Die beiden Leiterinnen, Simone Leiber und Sigrid Leitner, eröffneten die Veranstaltung mit einer Einführung in den thematischen Kontext sowie den organisatorischen Rahmen des Kollegs.

Aktuell sehen vielfältige Stimmen im öffentlichen Diskurs und in der Wissenschaft das Modell der liberalen Demokratien in Gefahr, da gesellschaftliche Polarisierungen zunehmen und autoritär-populistische Kräfte an Bedeutung gewinnen. Die Thematisierung der politischen Interessenvertretung marginalisierter Bevölkerungsgruppen ist vor dem Hintergrund einer geringen Responsivität der Sozialpolitik gegenüber den Bedürfnissen einkommensschwacher Gruppen besonders relevant, da diese gleichzeitig seltener politisch partizipieren. Die Promotionsprojekte erforschen, wie Interessen sich formieren und wie die Vertretung marginalisierter Interessen im Wohlfahrtsstaat motiviert und organisiert werden kann. Zudem wird untersucht, wie diese Interessenvertretung diskursiv gerahmt wird, mit welchen Instrumenten sie erfolgt und unter welchen Bedingungen sie durchsetzungsfähig ist. Das interdisziplinäre Kolleg verbindet Perspektiven der Politikwissenschaft, Soziologie, Erziehungswissenschaft und Sozialen Arbeit.

Im Anschluss informierte Dr. Eike Hebecker von der Hans-Böckler-Stiftung über das Bewerbungs- und Auswahlverfahren der Stiftung. Darüber hinaus wurde in zwei Werkstattphasen in Kleingruppen über die ersten Forschungsvorhaben diskutiert und es gab ausreichend Zeit für Austausch und Vernetzung für die Promotionsinteressierten und die beteiligten Professor*innen.

Am zweiten Tag folgte ein Workshop von Dr. Ruth Engruber zum Thema „Wie schreibe ich ein gutes Exposé?“. Zudem hatten die Teilnehmenden erneut die Gelegenheit, Fragen rund um das geplante Kolleg zu stellen und sich mit den Mitbewerber*innen über ihre Forschungsvorhaben auszutauschen.

Insgesamt bot der Workshop eine Plattform für den Austausch von Ideen und die Vernetzung unter den Teilnehmenden. Die engagierten Diskussionen und die vielfältigen Perspektiven, die eingebracht wurden, zeigen das Interesse an der Thematik und die Relevanz des Kollegs.